Demenz

Menschen vergessen, verwechseln, irren sich.

Mit zunehmendem Alter nimmt dies zu. Bei einer Altersdemenz handelt es sich jedoch um eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns. Es ist die Zerstörung von Nervenzellen im Gehirn, die für das Gedächtnis und das Denkvermögen wichtig sind.

Demenz ist mehr als nur eine Gedächtnisstörung. Sie zieht das gesamte Wesen des Betroffenen in Mitleidenschaft.

Einen Angehörigen zu haben, der unter Altersdemenz leidet, ist ein schweres Los. Es ist erschütternd festzustellen, dass ein nahe stehender Mensch sich nach und nach verändert. Dass er Fähigkeiten verliert, Ereignisse, Orte und Personen vergisst. Besonders bitter ist es für Angehörige, wenn sie in einem mittleren oder späten Stadium der Erkrankung nicht mehr erkannt werden.

Demenz ist eine Erkrankung, die nicht nur das Leben des Patienten, sondern auch das der ganzen Familie erheblich belastet, und die von allen viel Verständnis, Geduld und Einfühlungsvermögen verlangt. Angehörige übernehmen damit eine sehr schwere und verantwortungsvolle Aufgabe, die sich meist über Jahre hinzieht.
Die an Demenz erkrankten Personen muss man so annehmen, wie sie sind. Sie können sich nicht ändern. Viele problematische Verhaltensweisen von Demenzkranken sind Reaktionen, die man aus der Krankheit heraus nachvollziehen kann. Betroffene sollten lernen, die Bedürfnisse und Wünsche der Patienten, aber auch deren ganz eigene Sicht der Realität wahrzunehmen und zu berücksichtigen. Zudem müssen sie sich darin üben, Kritik und unnötige Zurechtweisungen zu vermeiden, ruhig zu bleiben und auf den Gefühlszustand des Kranken einzugehen.
Man geht bei Demenz von einer durchschnittlichen Krankheitsdauer von ca. sieben bis zehn Jahren aus. Es gibt aber auch Betroffene, die 20 Jahre unter der Krankheit leiden. Die Krankheit schreitet langsam und unaufhaltsam voran. Der Kranke vergisst zunächst die jüngsten Ereignisse, dann verliert er das vergangene Jahr und darauf das vergangene Jahrzehnt aus seiner Erinnerung. Er schreitet in seiner Erinnerung immer weiter zurück in die Wirklichkeit seiner Kindheit. Deshalb verhalten sich Demenzpatienten oft wie Kinder.

Der Verlauf einer Demenz wird in drei Stadien eingeteilt.

1. Stadium: Anfangsstadium, leichte Demenz

In diesem Stadium sind die Symptome noch leicht und oft kaum zu erkennen. Es ist gekennzeichnet durch Konzentrationsstörungen, Überforderungsgefühl, rasche geistige Erschöpfbarkeit, Antriebsarmut, Interessenlosigkeit, diffuse Ängste, sozialen Rückzug.

Die beginnenden Defizite werden allerdings meist noch vom Patienten selbst wahrgenommen, so dass es zusätzlich zu depressiven Verstimmungen kommen kann.

Vor allem das Einprägen neuer Informationen, also das Lernen, ist beeinträchtigt.
In diesem Stadium kann der Betroffene seinen Alltag noch relativ eigenständig bewältigen, auch wenn er zu Hilfsmitteln wie Merkzetteln greifen muss.

2. Stadium: mittlere Demenz

In diesem Stadium werden die Beschwerden stärker und damit auch für jeden sichtbar.
Es kommt zu auffälligen Gedächtnis- und Orientierungsstörungen. Die Kranken verlaufen sich in ihrer gewohnten Umgebung. Sie entwickeln verstärkt Persönlichkeitsveränderungen, sind reizbar oder aggressiv.

Das Urteilsvermögen ist eingeschränkt. Komplexe Handlungsanweisungen können nicht mehr befolgt werden. Der Betroffene kann die Einbuße seiner Fähigkeiten nicht mehr verbergen.

Erst in diesem Stadium werden die meisten Demenzerkrankungen festgestellt.

Haushalt, Ernährung und Körperpflege werden zunehmend vernachlässigt. Der Betroffene tritt in die Phase ein, in der er vermehrt Hilfe durch Angehörige oder Pflegekräfte für die täglichen Verrichtungen des Alltags braucht. Es treten Verhaltensauffälligkeiten wie Aggressivität und Unruhe auf.

3. Stadium: schwere Demenz

In diesem Stadium ist der Betroffene vollständig von der Hilfe anderer abhängig.

Die Wohnung wird nicht mehr als das Zuhause erkannt, Angehörige sind Fremde. Der Bezug zur Gegenwart, aber auch alte Erinnerungen gehen zunehmend verloren.

Essen und Trinken sind ohne fremde Hilfe kaum noch möglich, Schluckbeschwerden können auftreten.

In diesem Stadium – meist aber schon vorher – verliert der Betroffene die Kontrolle über Blase und Darm, er muss Inkontinenzhilfen (Windeln) tragen.

Der Betroffene kann zu einem bettlägerigen Pflegefall werden, der „rund um die Uhr“ auf intensive Betreuung und Pflege angewiesen ist.   

Selbstverständlich steht Ihnen das Team der Seniorenbetreuung Rose gerne auch für Problemlösungen, persönliche Beratung und begleitende Gespräche zur Verfügung.

Wir können Ihnen praktische Hilfe und Unterstützung im ambulanten Bereich, also bei Ihnen zu Hause, aber auch durch eine stationäre Betreuung in unserem Pflegeheim anbieten.

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Die Pflege und Versorgung eines pflegebedürftigen Menschen kann sehr schwer und belastend sein. Viele pflegende Angehörige kommen nach einer gewissen Zeit an den Punkt, dass sie Erholung und eine Auszeit vom Pflegealltag benötigen. Häufig möchten Pflegender und Pflegebedürftiger dann gemeinsam Urlaub machen, um neue Kraft zu schöpfen und Abstand vom Alltag zu gewinnen.